Lukas Burgholzer erhält Bayerischen Hightech-Nachwuchspreis 2026
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Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume überreichte den Nachwuchspreis an Lukas Burgholzer, Postdoktorand am Lehrstuhl für Design Automation von Professor Robert Wille, im Rahmen einer feierlichen Verleihung in München. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und würdigt herausragende Forschungsleistungen mit hohem Innovationspotenzial und vielversprechenden Perspektiven für die praktische Anwendung.
Schlüsseltechnologien für die nächste Generation von Quantencomputern
Quantencomputer gelten als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien. Während weltweit große Fortschritte bei der Entwicklung leistungsfähiger Hardware erzielt werden, fehlen häufig noch die Softwarewerkzeuge, die deren Potenzial vollständig ausschöpfen.
An dieser Stelle setzt die Forschung von Lukas Burgholzer an. Er überträgt etablierte Methoden der klassischen Electronic Design Automation (EDA) auf die Quantenwelt und entwickelt neue Datenstrukturen und Algorithmen für die Simulation, Kompilierung und Verifikation von Quantenschaltungen. Ziel ist es, den gesamten Quanten-Software-Stack vom Algorithmus bis zur Ausführung auf der Hardware effizient, skalierbar und zuverlässig zu gestalten.
Ein besonderes Merkmal seiner Arbeit ist die konsequente Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Open-Source-Software. Als Architekt und Hauptentwickler des Munich Quantum Toolkit (MQT) hat Burgholzer maßgeblich dazu beigetragen, ein heute international etabliertes Referenzwerkzeug für die Entwicklung von Quantenanwendungen aufzubauen.
Internationale Anerkennung für wegweisende Forschung
Die Auswahlkommission lobte Lukas Burgholzer als international führenden Wissenschaftler im Bereich der Entwurfsautomatisierung für das Quantencomputing. Sie hob sein tiefes theoretisches Verständnis, seine exzellente Software-Engineering-Kompetenz sowie sein herausragendes Engagement für Open-Source-Lösungen hervor.
Gemeinsam mit renommierten Forschenden und Softwareingenieuren gründete Burgholzer zudem die Munich Quantum Software Company (MQSC), ein Spin-off aus dem Innovationsökosystem der TUM und des Munich Quantum Valley. Mit MQSC überführt das Team Forschungsergebnisse im Bereich der Quantensoftware in professionelle Tools und Lösungen für Industrie und Hochleistungsrechenzentren.
Darüber hinaus nimmt er als technischer Leiter des Munich Quantum Software Stack (MQSS) eine Schlüsselrolle im Munich Quantum Valley ein. Dort treibt er die Integration von Quantencomputern in Hochleistungsrechenzentren voran und stärkt damit den Hightech-Standort Bayern.
Von der Forschung zur Anwendung: Der Hightech-Nachwuchspreis
Der Hightech-Nachwuchspreis ist Teil der Hightech-Preise des Bayerischen Ministerpräsidenten und ehrt Forschende an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups in Bayern, die an zukunftsweisenden Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft arbeiten. Zu den Auswahlkriterien gehören die Qualität der Forschungsleistung, das Innovationspotenzial, die Perspektiven für die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis sowie die Relevanz und Zukunftsorientierung der Ergebnisse.