Willkommen, Professor Florian Zuleger
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Was waren die wichtigsten Stationen in Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn?
Meine wissenschaftliche Laufbahn begann an der Technischen Universität München (TUM), wo ich Mathematik und Informatik studierte. Anschließend wechselte ich an die Technische Universität Wien, wo ich in Informatik promovierte und später als Assistant Professor, Associate Professor und Professor am Institute of Logic and Computation tätig war. Besonders prägend waren mein Forschungspraktikum bei Microsoft Research in Redmond (USA) sowie mein Forschungsaufenthalt am Institut de Recherche en Informatique Fondamentale (IRIF) in Paris, die meinen Blick auf unterschiedliche Forschungskulturen und internationale Zusammenarbeit erweiterten. An der TU Wien konnte ich schließlich eine eigene Forschungsgruppe aufbauen und gemeinsam mit zahlreichen internationalen Partnerinnen und Partnern zu den mathematischen Grundlagen der Informatik, Programmanalyse und Softwareverifikation beitragen. Umso mehr freue ich mich, nun als Professor für Grundlagen der Programmierung an die TUM zurückzukehren.
Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte?
Meine Forschung bewegt sich im Bereich der Theoretischen Informatik und beschäftigt sich mit den mathematischen Grundlagen moderner Programmiersprachen. Mich interessiert die Frage, wie sich Programme so mathematisch beschreiben lassen, dass Computer automatisch über ihre Eigenschaften schlussfolgern können. Dafür entwickle ich neue mathematische Modelle, Logiken und Algorithmen, die unser Verständnis moderner Programmiersprachen vertiefen und die Grundlage für neue Verfahren der Programmanalyse und Softwareverifikation bilden. Ein besonders spannendes Zukunftsthema sehe ich in der Verbindung dieser formalen Methoden mit Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Ich bin überzeugt, dass sich beide Bereiche gegenseitig ergänzen und gemeinsam neue Möglichkeiten für die Entwicklung sicherer, zuverlässiger und leistungsfähiger Software eröffnen.
Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Position an der TUM am meisten?
Ich freue mich besonders darauf, an der TUM eine international sichtbare Forschungsgruppe aufzubauen und gemeinsam mit hervorragenden Nachwuchswissenschaftler:innen an den Grundlagen zukünftiger Softwaretechnologien zu arbeiten. Die TUM bietet mit ihrer exzellenten Forschung und ihrem interdisziplinären Umfeld ideale Voraussetzungen, um neue Verbindungen zwischen Informatik, Mathematik und Künstlicher Intelligenz zu schaffen. Gleichzeitig freue ich mich darauf, Studierenden zu zeigen, wie faszinierend die formalen Grundlagen der Informatik sind und wie mathematische Ideen das Fundament moderner Softwareentwicklung, Compilertechnologien und zuverlässiger Systeme bilden.
Was war Ihr größter wissenschaftlicher „Aha-Moment“?
Die Erkenntnis, dass Theorie und Praxis keine Gegensätze sind. Hinter nahezu jedem praktischen Problem steckt eine spannende theoretische Fragestellung – und umgekehrt liefern theoretische Grundlagen oft die systematischsten Lösungen für praktische Herausforderungen.
Was steht ganz oben auf Ihrer persönlichen Bucket List?
Den besten Obazda Münchens zu finden – ich freue mich über sachdienliche Hinweise! Während meiner Zeit in Wien habe ich ihn oft vermisst und deshalb irgendwann angefangen, ihn für Potluck-Abende selbst zu machen.