Projekt „Zukunft digitale Bildung – Digital Changemaker“ ausgezeichnet
Studium, Auszeichnungen, Sustainability |

Das Projekt „Zukunft digitale Bildung – Digital Changemaker“, das unter Beteiligung von Professor Klaus Diepold von der TUM School of Computation, Information and Technology (CIT) in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) realisiert wurde, erhielt den 1. Preis in der Kategorie „Sustainable Society & Social and Ethical Aspects and Implications“. Bei der „Digital Changemaker“ Initiative handelt es sich um ein Förderprogramm des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt), das über das Center for Digital Technology and Management (CDTM), einem gemeinsamen Institut der TUM und LMU, angeboten wird. Samuel Valenzuela vom CDTM war als Coach am Projekt beteiligt.
Den Preis vergab das bidt im Rahmen seines Demo Day am 21. Mai 2026 an der Münchner Volkshochschule. Die Veranstaltung bringt Studierende aus 13 geförderten Digitalisierungskollegs zusammen und umfasst Projekt-Pitches, Demonstrationen, Poster-Sessions sowie Austauschmöglichkeiten mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis. Ausgezeichnet wurden Projekte in vier Kategorien. In der Kategorie „Sustainable Society“ traten drei Teams an. Alle Projekte zählten im Publikumsvoting zu den stärkeren Beiträgen.
Plattformkonzept vernetzt Bildungsinnovation

Das ausgezeichnete Projekt „Zukunft digitale Bildung – Digital Changemaker“ wurde im Wintersemester von fünf Studierenden – Kseniya Volochkovich (Management and Technology, TUM und Betriebswirtschaftslehre, LMU), Chiara Leister (Management and Technology, TUM), Moritz Rudolph (Elektro- und Informationstechnik, TUM), Moritz Busch (Elektro- und Informationstechnik, TUM) und Aykut Nalci (Elektro- und Informationstechnik, TUM) – in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation „Zukunft Digitale Bildung“ entwickelt.
Im Zentrum steht die Konzeption und prototypische Umsetzung einer digitalen Plattform, die das bislang fragmentierte Ökosystem der Bildungsinnovation in Deutschland strukturiert zusammenführt. Bildungsinnovationen entstehen häufig isoliert – über verschiedene Bundesländer, Institutionen und Akteursgruppen hinweg. Das führt zu Parallelentwicklungen, erschwertem Zugang zu bestehenden Lösungen und begrenzten Austauschmöglichkeiten.
Funktionen für Sichtbarkeit und Zusammenarbeit
Die entwickelte Plattform adressiert diese Herausforderungen mit mehreren konkreten Funktionen:
- Zentrale Übersicht über Projekte, Organisationen und Veranstaltungen
- Vernetzungsmöglichkeiten für Lehrkräfte, politische Entscheidungsträger, Initiativen und Start-ups
- Zugriff auf Expertise, etwa durch die Auffindbarkeit von Fachpersonen und Themenfeldern
- Unterstützung von Kooperationen über institutionelle und regionale Grenzen hinweg
Statt bestehende Strukturen zu ersetzen, stärkt die Plattform vorhandene Netzwerke und macht sie besser zugänglich. So trägt sie dazu bei, Doppelarbeit zu reduzieren und vorhandenes Wissen effizienter zu nutzen.
Für die Entwicklung führten die Studierenden Interviews mit Akteuren aus Bildung, Politik und Innovationspraxis, analysierten bestehende Lösungen und leiteten daraus konkrete Anforderungen ab. Auf dieser Basis entstanden ein umsetzbares Konzept und ein funktionaler Prototyp. Die Ergebnisse sollen künftig in die Weiterentwicklung der Community- und Innovationsarbeit von „Zukunft Digitale Bildung“ einfließen.
Interdisziplinärer Kurs mit Praxisbezug
Das Projekt entstand im Kurs „Digital Changemaker“, der vom Center for Digital Technology and Management (CDTM) angeboten wird. Der interdisziplinäre Kurs richtet sich an Studierende aus technischen, wirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen.
Im Rahmen realer Projektpartnerschaften entwickeln die Teilnehmenden konkrete Konzepte für digitale Transformation, die auch gesellschaftliche und ethische Fragestellungen berücksichtigen.
Der Kurs wird seit mehreren Jahren als gemeinsames Programm von TUM und LMU durchgeführt. In diesem Sommersemester 2026 findet er vorerst zum letzten Mal statt. Die gewonnenen Erkenntnisse und erfolgreiche Kursbausteine fließen künftig in das Kerncurriculum des CDTM ein.