Eine Nacht voller Technikgeschichte: Sammlung Telekommunikation
150 Jahre Elektro- und Informationstechnik |

Wie funktionierte die Kommunikation, bevor es Mobiltelefone, das Internet und digitale Netzwerke gab? Antworten darauf gibt die Sammlung Telekommunikation der TUM während der Langen Nacht der Münchner Museen. Die einzigartige Sammlung zeigt die technische Entwicklung von der frühen Telefonvermittlung über Fernschreiber bis hin zu digitalen Vermittlungssystemen. Viele der historischen Anlagen sind nicht nur erhalten, sondern auch weiterhin voll funktionsfähig und miteinander verbunden. Damit lässt sich Technikgeschichte direkt erleben.
Zwischen Telefonvermittlung und digitalem Zeitalter
Besuchende können historische Telefongespräche über handvermittelte Verbindungen mit dem legendären „Fräulein vom Amt“ verfolgen, Fernschreiber aus den 1930er-Jahren in Aktion erleben und einen Blick hinter die Technik werfen, die Kommunikation lange vor dem Smartphone und dem Internet ermöglichte. Die Sammlung Telekommunikation wurde über Jahrzehnte am Lehrstuhl für Kommunikationsnetze von Professor Wolfgang Kellerer aufgebaut und mit großem ehrenamtlichem Engagement restauriert und erweitert. Da sie normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist, zählt die Lange Nacht der Münchner Museen zu den wenigen Anlässen, an denen diese außergewöhnliche technische Zeitreise für alle erlebbar wird.
Die erste Lange Nacht der Münchner Museen fand 1999 statt. Die Lange Nacht der Münchner Museen zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur große Museen teilnehmen, sondern auch viele kleinere Galerien und Ausstellungen ihre Pforten bis nach Mitternacht öffnen und sogar Kirchen und andere Orte mit einem speziellen Programm dabei sind. Zwischen den einzelnen Attraktionen verkehren Shuttlebusse auf fünf Linien.