SeaClear2.0: Mission Possible
Sustainability |
Wiederherstellung der Ozeane
Die Verschmutzung der Meere zählt zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Heute befinden sich rund 25 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen, und mehr als 90 % davon liegen auf dem Meeresboden. Das erschwert die Reinigung erheblich und verursacht hohe Kosten. Jedes Jahr gelangen zusätzlich bis zu 600.000 Tonnen Plastik in europäische Meere. Besonders stark betroffen ist das Mittelmeer, da viele Menschen es intensiv nutzen und es ein vergleichsweise abgeschlossenes Gewässer ist.
Hier setzt das europäische Forschungsprojekt SeaClear2.0 an. Es unterstützt die EU-Mission „Restore our Oceans and Waters“, die bis 2030 gesunde Meere und Gewässer anstrebt. SeaClear2.0 verhindert und entfernt Meeresmüll sowohl auf dem Meeresboden als auch an der Wasseroberfläche.
Das Projekt vereint 13 Partner aus neun europäischen Ländern sowie Israel. Dazu gehören Unternehmen, Universitäten, Forschungsinstitute, Nichtregierungsorganisationen und öffentliche Einrichtungen. Gemeinsam entwickeln und testen sie Lösungen, die sich im Mittelmeer und auch weltweit einsetzen lassen. So entsteht eine skalierbare Lösung, die langfristig zur Reinigung der Meere weltweit beitragen kann.
Robotertechnologien und aktive Bürgerbeteiligung
SeaClear2.0 verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Innovative Technologien wie autonome, intelligente Roboter erkennen und sammeln Müll im Meer. Gleichzeitig bringt das Projekt Bürgerinnen und Bürger aktiv ein, vernetzt verschiedene Interessengruppen und entwickelt neue politische Ansätze. Außerdem erforschen die Beteiligten, wie man gesammelten Müll sinnvoll weiterverwerten kann.
Das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende 2026, wobei die Forschenden regelmäßig ihre Erkenntnisse veröffentlichen. Die SeaClear2.0 Winter School bringt außerdem internationale Teilnehmende zusammen, die intensiv an Lösungen für Meeresverschmutzung arbeiten. Beim European Robotics Forum erhielt das Projekt besondere Anerkennung.
Forschende
Technische Universität München:
Stefan Sosnowski, Petar Bevanda, Jan Brüdigam, Nicolas Hoischen und Tzu-Yuan Huang am Lehrstuhl für Informationstechnische Regelung
Partner:
TU Delft (Koordinator), Dunea, Fraunhofer CML, Hamburg Port Authority, Venice Lagoon Plastic Free, Isotech, M. Danchor, Subsea Tech, Tecnosub, University of Dubrovnik, TU Cluj-Napoca, Veolia