hackaTUM 2023: Marathon für kreative Köpfe

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Zum achten Mal trafen sich hoch motivierte Coder beim „hackaTUM“, um mit führenden Industriepartnern an spannenden zukunftsweisenden Projekten zu tüfteln.

hackaTUM 2023
Foto: Andreas Gebert

Energiewende in Privathaushalten, Personalisieren von Kochrezepten, Hilfe bei Extremwetterereignissen – beim 8. „hackaTUM“ konnten sich die Teilnehmer:innen auch heuer wieder den Challenges zu spannenden Themen stellen. Vom 17. bis 19. November fand der offizielle Hackathon der TUM School of Computation, Information and Technology (CIT) in den Räumlichkeiten am Campus Garching statt. Aus einem Forschungsprojekt entstanden hat sich der Programmierwettbewerb mittlerweile zu einem der größten seiner Art in Europa entwickelt. Über 1.750 Bewerbungen gingen in diesem Jahr beim Organisationsteam ein. 900 Teilnehmer:innen wurden ausgewählt. Eine Immatrikulation an der TUM ist nicht nötig. Studierende von 75 Universitäten aus drei Kontinenten waren diesmal dabei. 

Challenges, Workshops, Netzwerkveranstaltungen

„Mitmachen können alle, die sich fürs Coden begeistern und 36 Stunden durchhalten“, erklärt Alexandra Klymenko schmunzelnd. Die Doktorandin vom Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme organisiert das Wochenend-Event seit mehreren Jahren zusammen mit ihren Lehrstuhl-Kollegen Stephen Meisenbacher, Nektarios Machner, Tim Schopf und Juraj Vladika in ihrer Freizeit. Neun renommierte Sponsor-Unternehmen stellten heuer die Challenges. Zusätzlich gab es einen so genannten „Wild Track“, bei dem die Teilnehmer:innen eigene Aufgaben präsentieren konnten. Neben den Challenges boten die Firmen auch Workshops und Netzwerkveranstaltungen an.

Probleme aus dem Alltag lösen

„Am Freitagabend wurden den Teilnehmer:innen die verschiedenen Aufgaben vorgestellt“, erläutert Alexandra Klymenko. „Das sind echte Probleme aus dem Alltag.“ Ein Sponsor etwa suchte nach einer funktionalen Vergleichsseite für Handwerkerdienstleistungen mit schneller Reaktionszeit, die ein außergewöhnliches Benutzererlebnis garantiert. Die Teilnehmer:innen konnten zur Umsetzung jede beliebige Technologie wählen. Der Schwerpunkt der Challenge lag auf den Fähigkeiten der Softwaretechnik. Dazu gehörte die Auswahl der optimalen Tools und Strategien, um diese nahtlos zu integrieren und eine hervorragende Lösung zu erzielen.

Eine weitere Aufgabe kam von einem digitalen Medienhaus: Der Sponsor nutzt bereits ein KI-Tool, mit dem sich innerhalb weniger Minuten aus Text Nachrichtenvideos erstellen lassen. Der Konzern wollte von den hoch motivierten Hackern und Haecksen vor Ort wissen: Was werden wir morgen tun?

Eat, code, drink, repeat

Hatten sich die Teams aus zwei bis vier Personen gefunden, hieß es: eat, code, drink, repeat. Der Zeitplan war eng. Zum Schlafen in den angebotenen Seminarräumen kamen die wenigsten. Es galt übers Wochenende nämlich nicht nur ein Konzept zu entwickeln. Am Ende sollte ein fertiges Produkt stehen, etwa in Form einer App – inklusive einer überzeugenden Kurzpräsentation. Zur Stärkung der Teilnehmer:innen beschaffte das Organisationsteam nicht nur die nötige Verpflegung und jede Menge Energy Drinks. Am Samstag sorgten ein Music Mania-Quiz und PowerPoint-Karaoke für tolle Stimmung und den weiteren Motivationsschub. Am Sonntag wurden schließlich die Ergebnisse der Challenges von den jeweiligen Sponsor-Unternehmen bewertet und je zwei Siegerteams ermittelt.

Gesamtsieger aus 20 Top-Teams

Die besten 20 Teams traten am Ende zur Wahl des Gesamtsiegers an. Die Jury, bestehend aus den CIT-Professoren Florian Matthes (Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme) und Jörg Ott (Lehrstuhl für Connected Mobility), entschied sich für das Team „TreeFriends“. Sandesh Sharma, Marcel Ganß, Nikolai Madlener und Vincent Picking hatten die Challenge der Landeshauptstadt München gewählt.

Hilfe für bedrohte Bäume

Gefordert war eine Lösung, die den Einwohner:innen oder der Stadt bei Extremwetterereignissen wie Hitze, Sturm oder Starkregen hilft. Die vier Hacker entwickelten eine App, die den grünen Schatz von Städten schützen soll. „Bäume stehen im öffentlichem Raum bei Trockenheit und Hitze vor einigen Herausforderungen, wie versiegelten Böden und wenig Platz für Wurzeln“, erläutert das Team. „Unsere App benachrichtigt Anwohner:innen in der Nähe bedrohter Bäume, damit sie diese z. B. rechtzeitig gießen können.“ Echtzeitwarnungen leiten die Nutzer:innen zu bestimmten Standorten und liefern Details zu den individuellen Bedürfnissen jedes Baums. Die App vermittelt den Bürger:innen Wissen, fördert das gesellschaftliche Engagement und sorgt so für das Wohlergehen des städtischen Grüns.

Tolle Preise für die Siegerteams

Belohnt wurde das hervorragende Engagement von „TreeFriends“ und den übrigen Siegerteams mit attraktiven Preisen. Dabei stehen die Gewinne für viele Teilnehmer:innen gar nicht so sehr im Vordergrund. „hackaTUM ist nicht nur ein Programmierwettbewerb, sondern auch eine tolle Gelegenheit mit coolen Leuten, die dieselbe Begeisterung teilen, Spaß zu haben und neue Freundschaften zu knüpfen“, sagt Alexandra Klymenko. Für sie und ihre Mitorganisatoren hat sich der enorme Aufwand zu Vorbereitung und Durchführung des Hackathons gelohnt. „Wir freuen uns auf hackaTUM 2024 und entwickeln schon Ideen, wie wir die vergangene Veranstaltung noch toppen können“, verrät die Doktorandin.

Organisation

Alexandra Klymenko

E-Mail: alexandra.klymenko@tum.de
Tel.: +49 89 289 17114
Büro: 01.12.060